Von geträumter Glut

Letzte Nacht träumte ich zwischen lauter verrückten Dingen unter anderem davon, dass es in dem Haus, ich dem ich eine Etage ganz oben (eher wie ein Dachstuhl, komplett aus Holz und winzig) bewohnte, fast zu brennen begann.

Ich kam die Treppe herauf und sah ein wenig Qualm – nur an einer kleinen Stelle am Boden, etwa münzgroß, war Glut zu sehen, aus der es rauchte. Ich geriet in Panik – fürchtete ich doch, dass das Feuer schnell ausbrechen und sich rasend ausbreiten könnte. Zunächst rief ich nach Hilfe, denn in den anderen Etagen hielten sich ebenfalls Menschen auf; schließlich konnte ich die Glut jedoch selbst sehr einfach und schnell mit Wasser löschen.

So. Da bräuchte ich wohl einen professionellen Traumdeuter… den kann ich mir aber nicht leisten. Also schustere ich mir mal wieder was aus Online-Quellen zusammen; wohl wissend, dass es so einfach nicht ist und man Träume nicht nach Kochrezept interpretieren kann. Trotzdem, Denkanstöße könnten sich ja finden.

„Brand in der eigenen Wohnung sehen: wenn Sie nur helle Flammen ohne Rauch sehen: Verbesserung der Situation, bei starker Rauchentwicklung das Gegenteil.“ Hm. Also Verschlechterung? Aber es war ja nur ein bißchen Rauch… aber eben auch keine Flammen. Grmpf.

„Einen Brand mit Rauch sehen bedeutet Zank und Ärger, nur Rauch sehen verkündet Schreck.“ Fürwahr, das war ein Schreck. Für das Leben jenseits von Morpheus’ Armen also nur Schreck und kein Zank bzw. Ärger?

„Glut ist nur ein Hinweis auf einen Übergang von einer Situation in eine andere.“ Ok, es ändert sich also etwas. Aber das tut es ja eigentlich immer… gestern war heute noch morgen!

„Qualm: Ihre Gesundheit wird sich bessern. Aufsteigender Qualm symbolisiert eine Verbesserung der Verhältnisse und Glück.“ So glücklich hat sich das gar nicht angefühlt… aber mir soll’s recht sein!

„Vorsicht, wenn ein Haus brennt, es zeigt eine beginnende Krankheit an, denn das Haus ist immer mit dem Träumer gleichzusetzen.“ Bin ich froh, dass ich schon immer viel von Feuer in Häusern geträumt habe und noch leidlich funktioniere, sonst würde ich mir jetzt ernsthafte Sorgen machen…

„Der Rauch, der im Traumbild aufsteigt, beweist immer, daß wir uns augenblicklich in einer unklaren Lage befinden, die uns arge Kopfschmerzen bereitet und ist ein Hinweis auf Gefahr, vor allem, wenn der Träumende kein Feuer ausmachen kann.“ Gut, dass ich die Glut so schnell und einfach löschen konnte…

„Ein gutes Zeichen ist es, wenn der Rauch sich noch während der Traumhandlung auflöst oder verzieht. Dies deutet nämlich auf eine Entspannung des Träumenden oder seines Konfliktes hin, eine Lösung kann gefunden werden.“ Das beruhigt mich noch mehr.

„Wer im Traum einen Brand löscht, kann sich im Wachleben gerade noch aus einer unglücklichen Lage befreien.“ Da es ja kein richtiger Brand, eher eine kleine Glut war, ist die Lage ja vielleicht nur ein bißchen unglücklich…?

„Man sollte beobachten, wo im Haus (siehe dort) der Brand ausbricht. Ist es im Dachstuhl, läßt das zum Beispiel auf eine mindere geistige Entwicklung schließen.“ Ja genau! Üälälälälälä babababubu!

„Die Entdeckung eines Brandherdes im Traum kann, wenn er nicht Erinnerung an wirkliches Geschehen ist, eine Umstellung unseres bisherigen Lebens bewirken und erfordert Gewissens- und Gefühlsforschung. Es kann sich im Brande nur um unterdrückte Affekte der Erbitterung, der Rache handeln. Hie und da sind diese Träume Anzeichen geistiger Erkrankung.“ Jetzt reichts aber wirklich!

~ von ernestina am 11. August 2008.

4 Antworten to “Von geträumter Glut”

  1. Man, da haste dir ja ne Mühe gemacht, das alles rauszusuchen. :) In der Zeit hättest du lieber noch mal einen weiteren sinnvollen/-losen Traum geträumt. :) *hihi*

  2. Ich finde die Widersprüche so herrlich… im Endeffekt ist von extrem Positivem bis zu Negativen alles dabei gewesen. Ist also wie beim Tarot.
    Meinen sinnlosen Traum der lezten Nacht werde ich auch nicht mehr erforschen, da ist mir die Zeit zu schade ;o)

  3. Tarot… :) Fand ich früher auch gut. Da war ich vierzehn… o_O Aber gut ist das Tarot ja trotzdem irgendwie.. Wenn man sich via Kalkofe über die ganzen komischen Tanten lustig machen kann, die das so ernst nehmen… (bzw. das als Masche erkannt haben, andere die das ernst nehmen, damit abzuzocken…)

  4. Am besten fand ich ja die Kalkofe-Tarot-Session mit „Isch fahr rauf, und dann fahr isch wieder runter. Mit dem Aufzug.“ Die Tante mit den heißen Händen… ist glaube ich ein Klassiker, leider nicht mehr bei youtube zu finden.
    Aber zum Schreien ist es immer, das stimmt! Jetzt haste mich auf den Geschmack gebracht, werde erstmal ein bißchen Astro-Kacke glotzen :grin:

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