Muff

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass früher noch nicht so viele alte Leute gestunken haben.

Gestern die Oma im Supermarkt, deren Odor noch fünf Minuten, nachdem sie den Gang verlassen hatte, meine Nase penetrierte; heute die ältere Dame in der Tram, die bei allen im Umkreis von zehn Meter Würgereiz verursachte, so dass Taschentücher vor Nasen gehalten wurden.

Ganz schön traurig.

~ von ernestina am 29. August 2008.

2 Antworten to “Muff”

  1. HEY!!! Genau DARÜBER wollte ich auch bald schreiben! Denn leider wohnt bei mir so eine alte Dame im Haus (neben mir) und nicht nur nervt ihr ständig krächzender Beo mich unglaublich. Auch ihr Geruch ist manchmal wirklich ekelerregend und ich beeile mich immer meine Wohnung schnell aufzuschließen. :( Schlimm… :( Ich möchte später nicht mal so werden, dass mir sowas egal wird. Manchen Menschen ist es ja schon in jungen Jahren egal, was mit ihren Zähnen oder ungewaschenen Körpern passiert und was sie in ihrer Umgebung „anrichten“… o_O

  2. Mir ist bis jetzt noch nicht aufgefallen, dass das Geruchsproblem im
    Vergleich zu früher schlimmer geworden wäre. Denkbar wäre natürlich,
    dass es eine „Generation Muff“ gibt, die nun in das passende Alter
    kommt. Vielleicht bist Du aber jetzt bloß empfindlicher gegenüber
    unangenehmem Körpergeruch als früher.

    Mangelnde Körperhygiene ist sowieso weniger vom Alter als vielmehr
    von den sozialen Kontakten abhängig. Allerdings nimmt wohl mit
    fortschreitendem Alter die Fähigkeit ab, die Umgebungstemperatur
    zu fühlen. Daher kleiden sich ältere Leute aus Vorsicht häufig
    zu schwer ein. Gleichzeitig sind viele Gebäude und Verkehrsmittel
    nur mit Blick auf kaltes Wetter konstruiert und folglich für
    sommerliche Temperaturen ungeeignet. Die Kombination dieser Effekte
    kann dann schnell zu einer olfaktorischen Katastrophe führen.

    Einen anderen Grund sollte man auch nicht verschweigen: manche
    Leute sind eben so arm, dass sie zwar nicht an der Eigenwäsche
    aber doch an der Kleiderwäsche sparen und die Kleidung länger
    tragen als es den Nasen der Umgebung gut tut.

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